Statement zum NZ-Artikel vom 04.03.2021„Westrichhalle: Wohl Sanierung statt Neubau

Warum wurde nicht wenigstens ein Vorstandsmitglied des VfR Baumholder dazu eingeladen? Dann hätte man Betroffene zu Beteiligten gemacht und der VfR hätte die Gelegenheit erneut gerne wahrgenommen, den Anwesenden noch einmal die eindrucksvollen Leistungen des Sportvereines für die einheimische Bevölkerung darzustellen. Im Klartext: Rund 450 Sportler(innen) trainieren jede Woche in der Halle! Sie sind aufgeteilt in insgesamt 28 Trainingsgruppen, die von Montag bis Sonntag die Westrichhalle nutzen (Stand März 2020 vor „Corona“). Davon sind rund 100 Personen aus Gemeinden außerhalb von Baumholder! Sicher ist auch unser Dank für die Bereitstellung der Mittel im Haushalt des Landes und für die Unterstützung durch den Innenminister angebracht, besonders in Zeiten leerer Kassen, wie es unser Stadtbürgermeister aussprach. Aber von einem Sechser im Lotto, wie es nun wiederholt zu lesen war, können wir als VfR Baumholder nicht sprechen, wenn es zur Entscheidung einer Sanierung kommt.

Eine Sanierung statt einem Neubau – was bedeutet das für unsere Sportler?
1. Die Trainingsmöglichkeiten für 450 Sportler fallen für die Bauzeit (Dauer 2-3
    Jahre?) komplett aus und dass in oder nach Zeiten von „Corona“ in der die Halle  
    ohnehin geschlossen war / ist. Hinzu kamen einige Schließungen wegen
    technischer Defekte.
2. Der sich bereits abzeichnende Mitgliederschwund (2020: Minus 54 Mitglieder!)
    durch die aktuelle „Corona-Schließung“ wird weiter zunehmen.
3. Sofern es kostenbedingt nicht zu der gewünschten Hallengröße von 20 Metern 
    Breite x 40 Metern Länge kommt werden überregionale Veranstaltungen weiterhin
    nicht möglich sein und eine gleichzeitige Nutzung der Halle durch mehrere
    Sportgruppen, dank einer Vorrichtung zur Hallenunterteilung, bleibt weiter
    unmöglich.
4. Das Raumangebot reicht - insbesondere in den Wintermonaten - bereits heute
    nicht aus um alle Wünsche an Hallentrainingszeiten der 8 Sparten des VfR   
    Baumholder zu berücksichtigen. Viele Gruppen und unser Reha-Sport müssen in
    andere Räumlichkeiten ausweichen was organisatorisch immer wieder Probleme
    mit sich bringt. Zudem kann der VfR bereits vorhandene Ideen zur Erweiterung im
    Sportangebot nicht umsetzen.

Wir zweifeln deutlich an, dass eine Sanierung geringere Kosten verursacht als ein Neubau. Insbesondere dann, wenn dem Wunsch von A. Pees entsprochen werden sollte, auf eine Hallengröße die Wettkampfsportanforderungen entspricht, zu kommen. Schließlich fehlen in der Länge des Spielfeldes 6 Meter und in der Breite 4 Meter um dieses Ziel zu erreichen. Aus unserer Sicht fehlt für diese Spielfeldgröße 20 x 40 Meter an dem bestehenden Gebäude einfach der Platz. Es ist offenbar auch ein großes Geheimnis was die bis Ende Oktober 2020 erstellte Wirtschaftlich-keitsberechnung „Neubau der Halle versus Sanierung der Halle“ konkret ergeben hat. Diese Zahlen sind unseres Wissens nie öffentlich kommuniziert worden.

Für uns als Verein ist auch nicht nachvollziehbar, dass sich eine Kommune wie die Stadt Baumholder ein Kulturzentrum, das über 4 Millionen Euro gekostet hat und auch in Zeiten leerer Kassen errichtet wurde, leisten kann. Im direkten Vergleich zur Sporthalle wird der „Goldene Engel“ fast überhaupt nicht genutzt. Jetzt an der falschen Stelle zu sparen ist in den Augen des VfR-Vorstandes ein großer Fehler und berücksichtigt weder die Bedürfnisse der Sporttreibenden Bevölkerung noch die herausragende und überwiegend ehrenamtliche Leistung der vielen Trainer und Übungsleiter des Vereines.

Der Vorstand des VfR Baumholder wird sich, wenn es tatsächlich auf eine Sanierung hinausläuft, damit auseinandersetzen müssen, welche Zukunftsperspektive wir als Mehrspartenverein haben, wenn das „Indoor- Sport“ Angebot“ dermaßen massiv beeinträchtigt wird und auf Dauer mit einem erheblichen Mitgliederschwund gerechnet werden muss.

 

Baumholder, 05.03.2021
VfR Baumholder 1886 e.V.
Der Vorstand

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